Die Provinzhauptstadt Kompong Chhnang ist bekannt für die traditionell hergestellten Töpferarbeiten und die schwimmenden Dörfer auf dem Tonle-Sap-See, dem grössten Süsswassersee Südostasiens. Jetzt nach der Regenzeit schwillt dieser um ein Vierfaches auf über 10 000 km2 an. Bei einem Halbtages-Ausflug durften wir den Töpferinnen bei der Arbeit an der fussbetriebenen Scheibe zusehen. Grosse Wassertöpfe werden ganz in Handarbeit mittels Holzspachtel und einer besonderen Klopftechnik hergestellt. Das sieht alles ganz einfach aus und geht ganz fix, bis man selber handanlegt...
Einmalig war auch die gemächliche Bootsfahrt durch die schwimmenden Dörfer, wo sich das ganze Leben auf dem Wasser abspielt inklusive Schulbesuch, Einkauf oder Bootsreparatur. Am Abend fuhren wir mit den Fahrrädern durch die typisch kambodschanische Landschaft mit Reisfeldern und den photogenen Palmyra- und Kokospalmen. Nach zwei Nächten ging es für einen Zwischenstopp in die Hauptstadt Phnom Penh, wo wir das bekannteste Killing Field "Choeung Ek" besuchten. Insgesamt 129 Massengräber wurden auf dem Gelände lokalisiert, 86 Gräber sind bereits geöffnet worden. Die Funde zeugen von unvorstellbaren Gräueltaten. Da wir am Donnerstag früh mit dem Zug Richtung Süden fuhren, nächtigten wir in einem modernen Wolkenkratzer gleich neben dem Bahnhof mit tollem Pool und Panoramablick über die Stadt.
In der Hälfte unserer Reise ein kurzes Fazit: Das Land lässt sich mit Bus oder Zug sehr gut individuell bereisen. Die Hotels stellen auf Anfrage tolle Ausflüge inklusive Fahrer zusammen oder man bucht sich kurzerhand über eine App selbst ein Tuk-Tuk. Das tropische Klima vertrage ich besser als erwartet; nur mit den Moskitos habe ich meine liebe Mühe. Hier die neusten Bilder.
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