Mittwoch, 17. April 2013

Die Südinsel: Auf dem Land, aus der Luft und vom Wasser

In Wanaka erkundeten wir die wunderbare, in traumhaften Herbstfarben erstrahlende Gegend zu Fuss und auf dem Fahrrad. Da uns Wanaka  so gut gefallen hat, verbrachten wir dort ganze drei Nächte. Wir bestiegen unter anderem den Rocky Mountain und genossen von seinem Gipfel die wunderbare Aussicht in das Tal und auf den See.
Mildford Sound gehört einfach zu einer Neuseelandreise. Da der Weg dorthin jedoch sehr lange, ziemlich umständlich und einen Sackgasse ist und zudem der Wetterbericht für die nächsten Tage für das Fjordland nichts Positives versprach, entschlossen wir uns, uns einen "Alpenflug" zu gönnen. Der kleine Hüpfer brachte uns in 40 Min. über die weissen Gipfel zum Milford Sound, wo wir mit dem Boot den Fjord durchfuhren. Nebst Seehunden und Wasservögeln konnten wir sogar zwei Delphine erspähen. Nach gut 2 Stunden auf dem Schiff ging es mit dem Flugzeug über eine südlichere Route zurück nach Wanaka; ein unvergessliches Erlebnis.
Am nächsten Tag befuhren wir per Fahrrad einen Teil des insgesamt 150 km langen "Otago Central Rail Trail". Auf 64 km radelten wir auf dem alte Zugsterrain durch Tunnels und über Viadukte.
Von dort ging es weiter Richtung Mt. Cook und den wunderbar türkisfarbenen Gletscher-See Lake Pukaki.
Ebenfalls zu Neuseeland gehören die Jetboats, welche auch bei niedrigem Wasserstand die Flüsse befahren können. Dieses Erlebnis liessen wir uns nicht entgehen und befuhren in Springfield dieWaimakariri Gorge. Neben der schönen Landschaft kam auch der Spassfaktor nicht zu kurz.
Gestern verbrachten wir noch einen Nachmittag in Christchurch, welcher man die verheerenden Erdbeben von 2010 und 2011 noch ansieht und überall Bautätigkeit herrscht.
Nach dem bisherigen Wetterglück werden wir wohl in nächste Zeit etwas regnerischere Tage erleben.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipNCNr0ypcjvdHD7KllWrq9vV3etz2ALFW8TShkm

Dienstag, 9. April 2013

New Zealand: Natur pur


Der Entscheid unsere ursprüngliche Reiseplanung zu ändern fiel uns nicht leicht und wir sind sicher, wir werden nach Indochina zurückkehren; aber zu einer anderen, optimaleren Reisezeit.
Einmal in Auckland angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Camper, welche sich aufgrund der momentanen Schulferien schwieriger als gedacht herausstellte. Alle Vermietstationen befinden sich in Auckland rund um den Flughafen. Nach etlichen Kilometern auf Schusters Rappen wurden wir bei einer kleinen Vermietung fündig. Einziger Minuspunkt: Das Fahrzeug steht in Christchurch auf der anderen Insel. Also nichts wie los und ab in den nächsten Flieger auf die Südinsel zu unserem Camper.
Silja bereiste vor 16 Jahren bereits einmal Neuseeland und die schönen Erinnerungen wurden bei der ersten Fahrt über den Arthur's-Pass aufgefrischt. Einmal an der grünen Westküste angekommen übernachteten wir in Hokitika und besuchten am nächsten Morgen den traumhaften Lake Kaniere.
Die Fahrt führte uns weiter in den Süden zum Fox-Gletscher und Lake Matheson, welcher viele Postkarten ziert.
Weiter ging es der wunderbaren Küste entlang über den Haast-Pass ins Landesinnere nach Wanaka, ein friedliches Städtchen, direkt am See gelegen, umgeben von hohen Bergen.
Wie ihr den Fotos entnehmen könnt, kehrt hier langsam der Herbst ein, die Bäume verfärben sich und in den Bergen hat es den ersten Schnee gegeben. Am Tag steigt das Thermometer auf angenehme 17 Grad; die Nächte sind bereits kühl und wir haben uns deshalb zwei warme Schlafsäcke erworben.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipM4KxrZe7kPXQRNMMnm0JcmoZrnoFuogWAuLP2v

Donnerstag, 4. April 2013

Es wurde uns zu heiss

Wie bereits in unseren Reiseberichten erwähnt ist es in dieser Jahreszeit in Indochina sehr heiss und die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit wird noch zunehmen. Vorallem Silja's Kreislauf machen diese Umstände sehr zu schaffen und wir haben uns daher kurzerhand in einen Flieger nach Neuseeland gesetzt. Heute übernehmen wir unseren Camper in Christchurch und werden die zweite Hälfte unserer Ferien nutzen die Süd- und Nordinsel zu entdecken.
Unseren Entscheid haben wir trotz momentanem Regenwetter in NZ noch nicht bereut, vorallem seit wir heute aus der Tagespresse von der Konfliksituation bezüglich Nordkorea erfahren haben.
Der nächste Reiseblog mit den ersten New Zealand Fotos folgt in Kürze.

Montag, 1. April 2013

Es wird immer heisser


Unser vollgepackter Minivan hat sich über mehrere knapp 2'000 Meter hohe Pässe von Luang Prabang nach Vang Vieng gequält. Vang Vieng war bis anhin vor allem für das Tubing auf dem Mekong bekannt und beim Partyvolk beliebt. Vor kurzem wurde jedoch wieder einmal eine Vielzahl der Bars geschlossen und die Nachtruhe ab 22 Uhr wird nun -mindestens momentan- strickte eingehalten. Wir genossen bei einer Velotour die Karstberge, die sich wie Höcker eines Kamels um den Ort ziehen und erfrischten uns anschliessend in der wunderschönen "Blue Lagoon". Das Highlight der Tour war aber ganz klar Rolf's Reifenpanne, die uns einmal mehr die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Laoten vor Augen führte.
Eine weitere Nacht verbrachten wir am Ufer des riesigen Nam-Ngum Stausees. Tausende Bäume versanken Ende der 1960-er Jahre im Wasser darunter edles Teak- und Rosenholz. Die steigende Nachfrage nach Tropenholz führte zum neuen Erwerbszweig "Holzschlag unter Wasser" und im nahegelegenen Fischerdorf entdeckten wir einige wunderbare Möbelstücke.
Weiter ging es zur Hauptstadt von Laos nach Vientiane; eine abwechslungsreichen Stadt an der Grenze zu Thailand. Nebst dem Buddha Park und vielen Klöstern besuchten wir das COPE (Cooperative Orthotic & Prosthetic Centre), welches ein sehenswertes Besucherzentrum unterhält, wo aufgezeigt wird wie auch 30 Jahre nach dem Krieg die Blindgänger noch immer eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen.
Leider finden in der momentanen Jahreszeit die Brandrodungen statt und die Sicht auf die wunderbaren Karstberge ist daher sehr getrübt. Das Thermometer zeigt bald 40 Grad an und wir versuchen unsere Aktivitäten auf die kühlen Morgenstunden zu legen, um uns über Mittag möglichst wenig zu bewegen. Auch die Laoten absolvieren ihr Sportprogramm erst nach Sonnenuntergang und treffen sich um 18 Uhr für Fitness im Park für gerademal KIP 3'000.- (CHF 0.30) für eine Stunde mit Musik und Instruktor.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipNA7RqlX2tbO7tDtc-JRApz7UGTnMag4-R66M5f

Montag, 25. März 2013

Laos, ein paar Gänge gemächlicher


Nach einem kurzen Zwischenstopp im Flughafen-Hotel in Bangkok ging es mit der LAO-Airline weiter nach Luang Prabang. Leider erwischte uns kurz nach der Ankunft eine Grippe; Silja sogar ziemlich heftig. Trotzdem konnten wir in Luang Prabang einige der vielen Tempel besuchen, den Sonnenuntergang bewundern und durch die verschiedenen Märkte schlendern. Auch die schöne, direkt am Fluss gelegene Hotelanlage machte die Hitze und Gripppe etwas "erträglicher".
Per Mini-Van und anschliessend per Boot ging es dann ins abgelegene Muang Ngoi Kao, welches bis anhin nur auf dem Wasserweg erreichbar ist. In diesem wunderbaren Ort konnten wir uns bestens entspannen und genossen eine Velotour in ein nahegelegenes kleines Dorf. Leider wird wohl bald eine Strasse und die bevorstehende Elektrifizerung die Idylle zerstören.
Heute sind wir nun wieder zurück in Luang Prabang angekommen, von wo wir morgen Richtung Süden nach Vang Vieng aufbrechen werden.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipMkTWvjuvb5A2vWt3ueVFd4gpQo7R02l8ooRVs4

Montag, 18. März 2013

Im "kühlen" Norden Indiens


Rishikesh ist umgeben von bewaldeten Hügeln und der Ganges fliesst zügig durchs Tal, über welches sich grosse Hängebrücken spannen. Grosse Ashrams säumen das Ufer und in den Gassen begegnen einem bösblickende oder kiffende Gurus sowie Touristen mit Yoga-Matten auf dem Rücken. Statt Ayuveda-Anwendungen wanderten wir auf einem alten Pilgerweg auf einen Berg, welcher leider teilweise durch Abfallhalden führte, wo sich die Affen die Bäuche vollschlugen.
In Haridwar, einem der heiligsten Orte für Hindus, liess es sich Silja nicht nehmen, ihre Füsse in den heiligen Ganges zu halten, bevor es weiter zum Jim Corbett National Park ging.
Dort begaben wir uns per Jeep auf Tigersuche. Das gesichtete Exemplar findet ihr bei den Fotos.
Auf kurvenreicher Strasse und dicht bewaldeten Hängen ging es immer höher ins Nainital auf 1'900 m ü.M. Das Städtchen liegt idyllisch an einem Kratersee und die Häuser kleben an den steilen Hängen. Auch hier liessen wir es uns nicht nehmen, einen Berggipfel zu erklimmen, den Sonnenaufgang zu geniessen und einen Blick auf die Himalaya-Kette zu werfen.
Unser letzter Tag brachte uns zurück ins heisse und lärmige Delhi, wo wir ein letztes leckeres indisches Abendessen genossen. Heute fliegen wir um die Mittagszeit weiter über Bangkok nach Laos.

Nachfolgend noch ein paar Eigenheiten Indiens:

  • Die zwei meistgestellten Fragen: "What is your name?" und "What's your country?"
  • Die wichtigste Gebrauchsmittel jedes Fahrzeuges ist die Hupe und wird bei jeder Gelegenheit benutzt.
  • Abfall wir einfach auf den Boden geschmissen; Resultat sind grosse Plastikberge.
  • Keine fixen Preise; es kann verhandelt werden.
  • Gesunder Inder = Rotzender, kodernder Inder.
  • Das Kastensystem gehört nach wie vor zu diesem Land.
  • Glückliche, plastikfressende Tiere; vor allem Kühe
  • Inder sind eitel und lieben Schmuck und coole Sonnenbrillen.

Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipPWmt-NPhreNyZDBPRJBecgxtf2BhDTFVFx7zkG

Sonntag, 10. März 2013

Von einem schönen Ort zum nächsten


Auf dem Weg von Udaipur nach Bundi erkundeten  die fünf Kilometer lange Festung von Chittaurgarh. Da es Sonntag war besuchten ebenfalls viele Familien aus ländlichen Regionen die Sehenswürdigkeit und freuten sich mit und von uns abgelichtet zu werden.
Im beschaulichen Bundi verbrachten wir drei angenehme und ruhige Tage in einem schönen Haveli. Unter anderem besuchten wir den von Affen bevölkerten Palast, die uns aber dank unserem "magic stick" nichts anhaben konnten.
Der kleine aber umso heiligere Ort Pushkar hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. Besonders angetan hat uns die Aussicht auf das Städtchen, die umliegenden Berge und Sanddünen.
In Jaipur, der Hauptstadt der Provinz Radjasthan's, lotste uns Jeet durch den dichten und unberechbaren Verkehr zum Hotel. Am Abend besuchten wir mit ihm und einem Fahrerkollegen das Kino und sahen uns eine Bollywood-Komödie an. Die Tanzeinlagen und romantischen Szenen riefen jeweils lauten Jubel und Pfeiffkonzerte hervor - war echt witzig. Das anschliessende gemeinsame Abendessen war wie immer lecker und reichhaltig. Am nächsten Tag zog es uns wieder aufs Land, wo wir in den frühen Morgenstunden den Keoladeo Nation Park abradelten; das namhafteste Vogelschutzgebiet Indien's.
Auf der Strecke nach Agra sahen wir uns die Geisterstadt Fatehpur Sikri an bevor wir zum roten Fort nach Agra weiterfuhren. Zum Sonnenaufgang am nächsten Tag ging es zum berühmten Taj Mahal, das Glanzstück der Mogul Architektur, welches sich im wechselnden Tageslicht ganz unterschiedlich präsentierte.
Heute ging es zurück nach Delhi von wo wir morgen in den Norden zu Bergen und etwas kühleren Temperaturen starten werden.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter
https://photos.google.com/album/AF1QipOxmLPQ-mf5pYNC2xTL46gRy8yN441GHwwmkyHM

Das letzte Wochenende verbrachten wir in Jaisalmer; der goldenen Stadt, dessen sandfarbene Befestungswälle sich wie ein Bild aus 1001-Nacht aus der Wüste Thar erheben. Der Zufall wollte es, dass zu selben Zeit das Wüstenfest stattfand, wo wir uns noch so gerne unter das heimische Publikum mischten. Da sich Inder generell sehr gerne ablichten lassen, war es ein Leichtes, ein paar schöne Porträts zu schiessen. Unsere Velotour zu Bada Bagh rief auch ein paar witzige Situationen hervor, so wurden wir streckenweise von Mopedfahrern begleitet, die uns lautstark anfeuerten.
Unsere nächste Station war Jodhpur, eine lebhafte, pulsierende Stadt, welche nach der Farbe seiner Häuser blaue Stadt genannt wird. Hier besichtigten wir das imposante Fort Meherangarh welches direkt aus dem gewaltigen Felssockel herauszuwachsen scheint und mächtig über der Stadt thront.
Danach besichtigten wir in Ranakpur den grössten Jain-Tempel Indiens. Der Haupttempel wurde 1439 erbaut und wird von 1440 Säulen getragen. Diese gewaltige Anzahl zusammen mit den filigranen Steinskulpturen und -Verzierungen hat uns als eindrückliches Gesamtkunstwerk bis jetzt am Meisten beeindruckt.
In ruhigen Mt. Abu, dem St. Moritz von Rajasthan, konnten wir die gesammelten Eindrücke etwas setzen lassen. Dieses liegt idyllisch an einem See gelegen, auf 1220 m. Nebst ein paar kurzen Wanderungen besuchte wir den höchsten Berg dieser Provinz.
In Udaipur, auch romantische Stadt genannt, übernachteten wir direkt am malerischen Pizola-See, welchen wir am nächsten Tag mit gemieteten Mountain-Bikes!!! umrundeten. Am Nachmittag machten wir eine Bootstour und genossen den Sonnenuntergang auf Jag Mandir, einer Palastinsel.
Die Temparaturen steigen täglich um zirka 2 Grad an. Für Jeet, unseren Fahrer, wird es nun langsam angenehm während wir bereits stark am Schwitzen sind.
Fotos zu diesem Beschrieb findet ihr unter https://photos.google.com/album/AF1QipM3BD2unz6tnW7TynU8WyfzJBJK9XpDR7To0n6D