Samstag, 29. Oktober 2016

Ecuador - 1. Woche in Quito

Vor 5 Tagen bin ich in Quito, mit 2'800m die höchstgelegene Landeshauptstadt der Welt, angekommen. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch im Jahr 2007, landete der Flieger nicht inmitten der Stadt sondern im 2013 eröffneten, neuen Flughafen. Über eine mehrspurige, ebenfalls neu angelegte Autobahn ging es dann ins rund 35km entfernte Stadtzentrum, wo mich meine Gastfamilie herzlich willkommen hiess. Ximena und Javier sind ein pensioniertes Ehepaar, welches in den nun leeren Kinderzimmern, Studenten beherbergt. So wohnt noch Jonas nebst mir hier; ein sympathischer Medizinstudent aus Münster.
Den ersten Tag nutzte ich, um das nahegelegene historische Zentrum zu erkunden. Um der vorherrschenden Luftverschmutzung Abhilfe zu leisten, werden jeden Sonntag grosse Teile der Innenstadt für Radfahrer und Fussgänger abgesperrt und ich genoss es mit den vielen Einheimischen durch die Gassen zu flanieren.
Pünktlich um 18h werden dann jeweils beim Abendessen Impressionen und Eindrücke ausgetauscht, wobei von Jonas' und meiner Seite unter Mithilfe von Händen und Füssen. Javier unser Gastvater ist ein ehemaliger Berufsmusiker und daher kann es schon mal vorkommen, dass nach dem leckeren Abendessen in der Küche getanzt wird.
Am Montag ging es dann in die 20min entfernte Schule. Nach einem Einstufungstest lernte ich meine sympathische Lehrerin kennen und schon ging es los mit den "verbos irregulares". Das Institut ist sehr klein und aufgrund der Nebensaison sind wir diese Woche gerademal 5 Studenten, vier davon aus Deutschland. Ich habe mich rasch mit Yvonne und Corinna angefreundet und wir sind oft zusammen unterwegs und erkunden zu Fuss die Stadt. So unternahmen wir am Dienstag einen Ausflug zum Parque Itchimba und am Mittwoch auf den Hausberg, der mit seinen 4000m eine grandiose Aussicht über die ganze Stadt bietet. Heute nach der Schule wanderten wir zur sehenswerten Wallfahrtskirche "Santuario de Guapulo". Auch die erste Salsa-Nacht liegt bereits hinter uns und dank den versierten Instruktionen von Jonas und etwas Alkohol getrauten wir uns auch alle auf die Tanzfläche.
Wie man aus dem untenstehenden Fotolink ersehen kann, ist das Wetter topp hier. Angenehme 22 Grad den Tag hindurch und gegen Abend hin oft Gewitter und Abkühlung auf zirka 10 Grad. Ich fühle mich sehr sicher und wohl hier und freue mich schon auf die vielen neuen Eindrücke, die da noch kommen. Fotos unter: https://goo.gl/photos/1tjtiQeJ2Fx1Q7Er7

Sonntag, 27. März 2016

Südafrika - 2. Hälfte

Die zweite Hälfte unserer Ferien starteten wir mit einer Übernachtung auf einer Straussenfarm in der Nähe von Outshoorn. Dieses Gebiet, welches zur kleinen Karoo gehört, ist das Zentrum der südafrikanischen Straussenzucht, mit weit über 90% der weltweiten Straussen-Population. Bei einer Führung sahen wir die Tiere aus nächster Nähe und erfuhren viel Interessantes. Unter anderem, dass ein Straussenei in der Menge etwa 24 Hühnereiern entspricht, allerdings schmeckt dieses - im Gegensatz zum roten und nahezu cholesterinfreien Fleisch - nicht sehr besonders.

Im Anschluss fuhren wir über den traumhaften Swartberg-Pass und schlenderten danach durch das 250 Jahre alte Dorf Prince Albert. Ein wunderbar verschlafener Ort, wo man annehmen könnte, das Trinkwasser werde regelmässig mit nicht unerheblichen Mengen an Valium versetzt ;-)

Auf dem schönsten Abschnitt der R62, welche als Südafrika's "Route 66" gilt, ging es dann weiter nach Montagu. Dies ist ein weiterer ruhiger und idyllischer Ort, wo die offiziellen Verkehrsschilder vor Katzen warnen, welche die Strassen überqueren könnten. Die zirka 3-stündige Fahrt führte uns zuerst zu den berühmten Cango Caves und danach durch wunderbare, bergige Landschaften.

Unsere Weiterreise brachte uns im Anschluss zurück an die Küste. In Betty's Bay besuchten wir eine der beiden Festland-Brillenpinguinkolonien, welche sich in der Nähe von Kapstadt befinden. Bei der Besichtigung fragten wir uns unweigerlich, wer den nun wen mit grösserem Interesse beäugte. Verschiedene Wanderungen und der Besuch des botanischen Gartens rundeten unseren zweitägigen Aufenthalt ab.

Beim Besuch eines Weinguts in der Nähe von Stellenbosch degustierten wir einige Weine und kürten den Pinotage zu unserem persönlichen Favoriten. Danach ging es weiter zum kleinen Küstenort Simon's Town. Dieser liegt nur eine kurze Autofahrt vom "Cape of good hope nature reserve" entfernt. Was das Kap für die Schifffahrt so gefährlich macht, ist die Kombination aus tückischen Strömungen und extrem starkem Wind. Diesen haben wir am eigenen Leib in Form eines Instant-Peelings zu spüren bekommen, als uns der Sand ins Gesicht fegte. Der Nationalpark besticht durch seine wunderbare Flora sowie Fauna und der berühmte Chapman's Peak Drive bietet wunderbare Aussichten auf einsame Buchten auf der Fahrt Richtung Cape Town.

Die letzten drei Tage verbringen wir nun im multikulturellen Kapstadt und hoffen auf weiteres Wetterglück. Hier der Link zu den weiteren Bildern: https://goo.gl/photos/N2KNVmqrrQh5GHG28

Samstag, 19. März 2016

Südafrika

Auf vielseitigen Wunsch hin reaktivieren wir unseren Reiseblogg und lassen Euch gerne an unserer Südafrika-Reise teilhaben.

Am 9. März flogen wir über Nacht von Zürich über Johannesburg nach Port Elizabeth. Mit dem Mietauto ging es dann ins zirka 50 Kilometer entfernte Amakhala Game Reserve; einem privaten Wildreservat, welches aus ehemaligen Farmen entstanden ist. Vor Ort wurden wir bereits von den restlichen 6 Gästen und dem Ranger zur geplanten "Game Drive" erwartet. Wir sahen an diesem Abend eine Vielzahl von Wildtieren u.a. ein Rhinozeros; wir konnten unser Glück kaum fassen. Bei einem wunderbaren Abendessen in kleiner Runde liessen wir unsere Eindrücke Revue passieren und fielen im Anschluss erledigt aber glücklich ins Bett; und da soll noch einer sagen Zelten sei nicht komfortabel. Am nächsten Morgen starteten wir dann um 5:30 Uhr zur 3-stündigen Morgenpirsch und wie ihr den Fotos entnehmen könnt hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns nach zwei Übernachtungen und weiteren Ausfahrten von diesem wunderbaren Ort und fuhren zur Jeffrey's Bay, dem Mekka für Surfer. Die Lage unseres Guesthouses Valparadiso direkt am Meer und die Aussicht auf den kilometerlangen, einsamen Sandstrand hat uns super gefallen; wir wären gerne länger geblieben.

Der 1964 ins Leben gerufene Tsitsikamma National Park war der erste Meeres-Naturschutzpark in Afrika. Insgesamt gehören etwa 80 km zerklüftete Küstenlinie dazu und das Schutzgebiet reicht 5 km in den indischen Ozean hinaus. Nebst dem Besuch der Suspension Bridge beim Storm River Mouth unternahmen wir einige wunderbare Küstenwanderungen. Am Abend erholten wir uns dann jeweils in der schön gelegenen Lily Pond Country Lodge und genossen am Abend die feine afrikanische Küche, umgeben von blühenden Seerosenteichen.

Mit dem Besuch der Gegend um Plettenberg Bay und einer Wanderung auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Robberg, wo wir Seehunde beobachten konnten, füllte sich ein weiterer Reisetag.

Knysna, unsere nächste Stopp, zählt zu den meistbesuchten Orten an der Garden Route. Die Stadt ist traumhaft an einer grossen Lagune gelegen. Unser Guesthouse lag etwas erhöht und so konnte man die Gezeiten wunderbar beobachten. Wir genossen bei einer Wanderung den dichten Wald im Hinterland; erblickten jedoch keinen der letzten hier noch freilebenden Elefanten.

Nach gut einer Woche sind wir nun in Wilderness angelangt, welchem seinem Namen alle Ehre macht. So bietet unser Zimmer einen wunderbarer Ausblick auf die Süsswasser-Seen, welche man mit Kanus erkunden kann.

Nun geht es dann weiter ins Hinterland, wo wir uns auf Straussenfarmen und Passfahrten freuen.

Hier noch ein paar Impressionen in Bildern: https://goo.gl/photos/7Zvn8LqewKqhpQn97

Donnerstag, 27. Februar 2014

Die gemeinsame Reise durch Guatemala neigt sich dem Ende zu

Am Donnerstag ging es vom Lake Atitlan ins 2‘080 Meter gelegene Chichicastenango, wo wir den Wochenmarkt besuchten, der zum Glück nebst touristischem Blendwerk auch viele schöne und abwechslungsreiche Handwerksarbeiten anbietet. Beindruckend fanden wir zudem das Geschehen auf den heiligen Stufen der Kirche Santo Tomas, wo inmitten von Weihrauch und Kerzen der Beistand alter heidnischer Götter beschworen wird. Anschliessend betreten die Indigenas das russgeschwärzte Gotteshaus, dessen Boden mit Rosenblüten, Kerzen und kleinen Schnapsflaschen bedeckt ist.
Am Freitag trafen wir Amy zum Frühstück und unternahmen dann einen Ausflug mit dem Boot nach Santiago; mit rund 45‘000 Einwohnern das grösste Dorf an der Südseite des Atitlan-Sees. Wir schlenderten durch den Ort sowie den Wochenmarkt und freuten uns über die wunderschönen Trachten der Einheimischen. Am Samstag stand eine Bootsfahrt ans gegenüberliegende Ufer und eine erneute Wanderung auf dem Programm bevor wir dann am Sonntag ins nahe gelegene Panajachel umsiedelten. Leider war Rolf gezwungen die geplante Velotour alleine zu absolvieren, da ich mich nicht weiter als 5 Meter von der nächsten Toilette entfernen durfte...
Am Montag ging es dann mit dem Bus zurück nach Guatemala City, wo wir einen kleinen Flieger bestiegen, der uns in rund 50 Minuten in den Norden von Guatemala nach Flores brachte. Untergebracht sind wir in einem kleinen Hotel direkt am Lago Petén Itzà und nicht weit von den berühmten Maya-Ruinen entfernt. Am nächsten Tag besuchten wir die noch untouristischen Ruinen in Yaxha, welche von dichtem Urwald umgeben und noch nicht komplett freigelegt sind. Pünktlich auf den Sonnenuntergang bestiegen wir den höchsten Tempel, wo wir mit nur acht anderen Touristen die Abendstimmung genossen.
Am darauffolgenden Tag besuchten wir in der Früh das nahegelegene Biotopo Cerro Cahui, wo wir Affen und viele Vögel sahen. Den Nachmittag verbrachten wir in der schönen Hotelanlage und genossen bei einer Pina Colada den traumhaften Sonnenuntergang.
Heute um 5:30 Uhr ging es dann in einer kleinen Gruppe nach Tikal, der bekanntesten Maya-Stätte Guatemala’s. Die hoch aufragenden Tempel liegen in dichtem Regenwald versteckt und wir waren froh über unseren Führer Sam, der uns viel Interessantes über die Geschichte dieses magischen Ortes erzählte und uns die Natur sowie Fauna näherbrachte. Morgen werden wir noch das Städtchen Flores besuchen bevor es dann am Freitag für eine Nacht nach Guatemala City geht und dann am Samstag Abend zurück in die schöne Heimat.
Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden und grüssen alle recht herzlich aus der Ferne. Hasta luego!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Die gemeinsame Reise durch Guatemala beginnt

Rene und ich warteten gespannt auf die Ankunft von Rolf, der mit einer kleinen Verspätung am Donnerstagabend ankam. An den darauffolgenden zwei Tagen zeigte ich ihm dann meine Lieblingsplätze in Antigua bevor wir am Sonntag früh den Bus nach Lake Atitlan bestiegen.
Der Zufall wollte es, dass nebst Singrid auch Rene am Freitagabend einen Auftritt hatte. Auf diese Gelegenheit hatten meine Mitbewohner und ich schon lange gewartet und so verbrachten wir alle gemeinsam einen wunderbaren Abend am „Dia del San Valentin“ bei feinem Essen und fantastischer Musik.
Auf Empfehlung hin logierten Rolf und ich im "Hotel Lomas de Tzununa", welches seinem übersetzten Namen „Kolibri“ mit seiner luftigen Lage alle Ehre macht. Vom Hotel aus unternahmen wir verschiedene Wanderungen in die umliegenden Indianerdörfer, die fast durchwegs nach Heiligen der katholischen Kirche benannt sind. Nach zwei Tagen der Ruhe und Einsamkeit wechselten wir dann ins quirlige San Pedro, wo wir direkt am See logieren.
Heute radelten wir am Seen entlang und besuchten weitere der rund 15 malerischen Siedlungen, welche ihren Charme und ihre Ursprünglichkeit trotz wachsender Touristenzahl weitgehend bewahren konnten.
Hier die Fotos zu unserer bisherigen Reise: https://photos.app.goo.gl/S1cTvUjFg3txk1Ap9


Donnerstag, 13. Februar 2014

Eine neue Erfahrung

Mit meinen vier Wochen bin ich die “Alteingesessene” unter den Mitschülern und daher erstaunt es nicht, dass ich die Freizeitaktivitäten in dieser Woche bereits alle kannte. So nutzte ich die freien Nachmittage, um die bevorstehende Reise mit Rolf vorzubereiten und mir einen neuen Haarschnitt zuzulegen. Meine Lehrerin organisierte mir einen Termin beim Starcoiffeur Frank und dank meinen angeeigneten Spanischkenntnissen war ich dann auch in der Lage zu erklären, dass ich die Haarfarbe und Länge gerne beibehalten möchte ;-)
Das Adieusagen am letzten Freitag von meiner Lehrerin und ihren Kolleginnen viel mir aber dann doch schwerer als gedacht. Und als Lhena mir noch ein melancholisches Lied zum Abschied sang war ich kurzerhand zu Tränen gerührt.
Zu Riccardo, Catherine und mir sind diese Woche drei weitere Studenten dazu gestossen: Lucy aus Australien und Bill sowie Davi aus den Staaten. Besonders mit Lucy habe ich mich rasch angefreundet und wir waren bereits ein paar Mal gemeinsam unterwegs u.a. am letzten Samstag in die nahe gelegene „Ciudad Vieja“, wo wir die wunderbare Kathedrale und den Markt besuchten.
Da Rolf erst am Donnerstag spät abends in Guatemala City ankommt nutze ich die verbleibenden vier Tage für ein Volontariat im einem Sozialzentrum für Bedürftige, welches sich auf die Unterbringung von Behinderten, Blinden, alten und geistig kranken Menschen spezialisiert hat. Ich darf in der Abteilung der „abuelitas“ (Grossmütter) mithelfen, wo ich viele herzzerreisende aber auch wunderschöne Momente erlebe.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Neues und Bekanntes

Diese Woche besichtigten wir mit der Schule eine Schokoladenfabrik. Die Überraschung war gross als wir kurz nach der Ankunft aufgeforderten wurden die Hände gründlich zu waschen, Schürze und Haarschutz anzuziehen und doch bitte bei der Herstellung mitzuhelfen.
Am Samstagabend hiess es dann Abschiednehmen von Giel, der während vier Woche mein Zimmernachbar war. Nach einem Abendessen der besonderen Art gingen wir alle in eine Bar, wo Renee – unser Gastvater und Berufsmusiker - mit seiner Band spielte. Ich weiss nicht, ob es am einheimischen Bier (Marke Gallo) oder einfach an der sensationellen Musik gelegen hat; auf jeden Fall hatten wir einen riesen Spass und es wurde ausgelassen getanzt.
Am Samstag fuhr ich mit dem Bus ins knapp 5 Kilometer entfernte „San Juan del Obispo“. An der Plaza steht der mächtige Bau des erzbischöflichen Palastes, den sich der erste Bischof Guatemalas hier errichten liess. Auf ein Klopfen hin öffnete eine Schwester des Betania-Ordens die Pforte und zeigte mir bei einem kurzen Rundgang die Räumlichkeiten und die mit einem vergoldeten Altar geschmückte Kapelle.
Auf dem Rückweg legte ich einen Stopp bei der Kirche „Santa Lucia“ ein und hatte das Glück eine weitere Hochzeit mitzuerleben, wo die schöne Braut in einem Oldtimer vorgefahren und dann anschliessend von ihrem stolzen Vater in die Kirche geführt wurde.
Mit jeder Woche wird es etwas heisser hier in Guatemala und am Wochenende strömen zusehens mehr Touristen nach Antigua. Daher genoss ich es sehr als ich am Sonntag früh morgens durch die noch menschenleeren Gassen zu einem Café schlenderte, das mitten in einer Gärtnerei liegt. Umgeben von blühenden Pflanzen genoss ich ein leckeres Frühstück und nahm anschliessend eine Abkühlung im Pool des Luxushotels „Antigua“, welcher auch für Besucher frei zugänglich ist.
Die letzte Schulwoche ist angebrochen und ich freue mich schon sehr auf das Eintreffen von Rolf am kommenden Donnerstag; pünktlich auf den Valentinstag ;-)